Äthiopien - Vom Dach Afrikas zum Inneren der Erde

Äthiopien - Vom Dach Afrikas zum Inneren der Erde (22 Tage)

Trekkingreise von Lalibela über die Simien-Berge und die Tigray-

Reise-Nr: 5591

Beschreibung

Schwefel und Chlor dampfen und blubbern aus grünlich-gelben Fumarolen und verhüllen die Luft. Eisenhaltiges Wasser bildet rote Krusten. Konisch geformte Salzgebilde erinnern mit ihren Ringen an Baumstämme. Wir befinden uns in Dallol in der Danakil-Senke, 124 m unter dem Meeresspiegel, meist heißer als 40° C. Ein Ort wie nicht von dieser Welt, an dem man der Geologie im Zeitraffer zusehen kann. Wenn die Sonne langsam untergeht und die ersehnte Abkühlung eintritt, ziehen die Kamelkarawanen der hier lebenden Afar, beladen mit Blöcken aus Wüstensalz auf ihre lange Reise ins Hochland los. Am Vulkan Erta Ale erahnen wir die gewaltigen Kräfte, die im Erdinneren herrschen. Die Danakil-Wüste könnte keinen stärkeren Kontrast zu den fruchtbaren Höhenlagen Nordäthiopiens bilden. Im Hochland trekken wir durch die zerklüfteten Plateaus der Simien-Berge und erleben tiefe Schluchten, schroffe Felsen und weite Hochebenen. Hier beobachten wir die Chelada-Paviane, wie sie gemächlich Gras zupfen. Bei Lalibela und in der Tigray-Region begeben wir uns auf wenig frequentierte "Community-Treks". Über die Hälfte der Einnahmen durch Touristen kommt hier der lokalen Bevölkerung zugute, was diese Trekkings zu einem unvergleichlich authentischen Erlebnis in den entlegenen Gebirgslandschaften Abessiniens macht. Eine Reise für Trekking-Connaisseure, Naturliebhaber und Abenteurer, die uns durch die eindrucksvollsten Landschaften Äthiopiens führt. Von den 4.000 m hohen Simien-Bergen tief hinunter in die Danakil-Wüste, wo sich die tektonischen Platten Arabiens, Somalias und Afrikas treffen und die Wiege der Menschheit liegt.

Höhepunkte

  • 4-tägiges Trekking in den Simien-Bergen (4 - 7 Std. täglich)
  • 3-tägiges Trekking in den Tigray-Bergen bei Adigrat (5 - 7 Std. täglich)
  • 2-tägiges Minitrekking in den Bergen bei Lalibela (3 - 7 Std. täglich)
  • In der Danakil-Senke bei Dallol und am Erta Ale Zeuge der Erdgeschichte werden
  • Auf alten Pfaden zu versteckten Felsen- und Höhlenkirchen wandern
  • Von den 4.000ern der Simien-Berge in die Tiefen des Afar-Dreiecks reisen
  • In Lalibela, Axum und Gondar in die reiche Geschichte Äthiopiens eintauchen
  • Fakultativ: Den Bwahit (4.437 m) in den Simien-Bergen besteigen

Anforderung

Charakter der Tour und Anforderungen

Leistungen

  • Hauser-Reiseleitung ab/bis Frankfurt
  • Flug mit Ethiopian Airlines ab/bis Frankfurt nach Addis Abeba
  • Inlandsflug ab Addis Abeba nach Lalibela
  • Inlandsflug ab Lalibela nach Gondar
  • Inlandsflug ab Mekele nach Addis Abeba
  • Derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
  • Rail&Fly-Fahrkarte ab/bis deutsche Grenze
  • Übernachtung 10 x in Mittelklassehotels und Lodges, 1 x in einer Privatunterkunft (Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbad), 8 x im Zelt
  • 20 x Frühstück, 14 x Mittagessen, 19 x Abendessen
  • Gepäcktransport
  • Koch- und Begleitmannschaft
  • Eintrittsgebühren lt. Programm
  • Reisekrankenschutz inkl. Such-, Rettungs- und Bergungskosten und Krankenrücktransport sowie 24 Std. Notrufservice

Sonstiges:

min. 8 / max. 15

Tag 1: Anreise

Abflug mit Ethiopian Airlines am Abend von Frankfurt nach Addis Abeba.

Tag 2: Ankunft in Addis Abeba

Am frühen Morgen kommen wir in Addis Abeba an. Da in der Ankunftshalle keine Abholer erlaubt sind, verlassen wir eigenständig das Flughafengebäude. Dem Ausgang gegenüber befindet sich eine lange Treppe und eine Rampe für die Gepäckwagen. Am Ende steht unser Abholer mit einem Schild und erwartet uns. <br />

Wir fahren zunächst zum Hotel, das in der Nähe des Flughafens liegt. Wenn wir Glück haben, sind die Zimmer schon bezugsbereit. Wir stellen das Gepäck ab und frühstücken, der Kaffee tut uns gut. Nach dem Frühstück können wir bei einer Bank etwas Bargeld wechseln. Wir besprechen mit dem Reiseleiter den Ablauf der Reise und starten dann mit dem Programm. Wir machen eine Rundfahrt durch die Stadt, fahren zu den Entoto Hills und besuchen das archäologische Museum, in dem zahlreiche Funde aus der Frühgeschichte Äthiopiens ausgestellt sind. Danach haben wir auch die Möglichkeit das Ethnographische Museum, den Palast von Kaiser Menelic II und die Trinity Kathedrale zu besichtigen.

Tag 3: Addis Abeba - Lalibela

Morgens Flug nach Lalibela. Wir fahren in unser Hotel in Lalibela. Am Nachmittag besuchen wir die berühmten, monolithischen Felsenkirchen von Lalibela. Entstanden sind die Kirchen im 12. und 13. Jahrhundert.

Tag 4: Lalibela - Degosach Lodge

Nach einem kurzen Transfer zum Ausganspunkt unseres Trekkings (2.800 m) treffen wir unsere Begleitmannschaft. Gepäck, das wir nicht benötigen, können wir im Hotel in Lalibela deponieren. In ca. 2 Stunden wandern wir zur Hudad Lodge (2.950 m) wo wir unsere Mittagspause einlegen. In ungefähr weiteren 4 Stunden wandern wir zur 3.600 m hoch gelegenen Degosach Lodge. Der Weg ist steil und wegen der Höhe müssen wir von Anfang an langsam gehen. Immer wieder eröffnen sich Ausblicke in die umliegende Bergwelt. Aufgrund der begrenzten Zimmeranzahl übernachten wir in Zelten, die bei der Lodge aufgestellt werden.

Tag 5: Degosach Lodge - Yemerehena Christos

Wir steigen auf anderer Route ab und erreichen nach ca. 3 1/2 Stunden die entlegene Felsenkirche Yemerehana Christos (2.680 m), die noch vor den Kirchen in Lalibela entstanden ist. Teils führt der Weg sehr steil bergab, Trittsicherheit ist gefragt. Je nach Ankunftszeit und Hunger, besichtigen wir zuerst die Kirche oder verzehren unsere Lunchpakete. Nach dem Besuch der Kirche und unserer Mittagspause werden wir abgeholt und fahren zurück nach Lalibela.

Tag 6: Lalibela - Gondar

Heute fliegen wir von Lalibela nach Gondar. Unter Kaiser Fasilidas 1635 gegründet, gingen von Gondar als Zentrum der äthiopischen Kaiserpfalz im 17. und 18. Jh. entscheidende Impulse für Musik, Malerei und Dichtung aus. Erst im 19. Jh., als der Regierungssitz verlegt wurde, verlor die Stadt an Bedeutung. Wir besichtigen das „kaiserliche Viertel" von Gondar und besuchen die Kirche Debre Selassie mit ihrer eindrucksvollen Deckenbemalung. Am Abend gehen wir im Four Sisters Restaurant zum Essen - Nicht nur ein kulinarisches Erlebnis!

Tag 7: Gondar - Simien Nationalpark - Sankaber Camp

Wir starten früh von Gondar gen Norden nach Debark, wo wir unsere Begleitmannschaft für das Trekking abholen und die nötigen Formalitäten mit der Nationalparkbehörde geregelt werden. Nach kurzer Fahrt nach Mindigebsa befinden wir uns mitten im Simien-Nationalpark. Der Park umfasst eine Fläche von 179 km² und liegt auf einer Höhe zwischen 1.900 m und 4.430 m. Wir beginnen unser Trekking nach Sankaber (3.230 m) kurz hinter dem Parkeingang bei der Simien Lodge. Hier haben wir die Möglichkeit Gepäck, das wir während des Trekkings nicht benötigen, zu deponieren. Den ersten Wegabschnitt legen wir auf einem Schotterweg zurück, dann aber geht es abseits des Weges durch abwechslungsreiche Landschaft. Mit etwas Glück haben wir unterwegs unsere erste Begegnung mit den Chelada Pavianen, die ihr rotes Potenz-Mal nicht wie andere Pavianarten auf dem Hintern, sondern auf der Brust tragen, da sie die meiste Zeit im Gras sitzen.

Tag 8: Sankaber Camp - Geech Camp

Vom Sankaber Camp geht es zur Abbruchkante, wo sich ein erster Blick auf die spektakuläre Landschaft bietet. Vielleicht lassen sich in den felsigen Gebieten Klippspringer ausmachen. Wir beginnen mit einer einfachen Wanderstrecke zu einem Aussichtspunkt von dem wir den Jinbar Wasserfall sehen können. Von dort führt uns ein recht steiler 1-stündiger Aufstieg auf 3.400 m zur Schotterpiste, die wir aber nach kurzer Zeit wieder verlassen und zum Jinbar-Fluss absteigen. Hier suchen wir uns einen schönen Platz für unsere Mittagspause. Im Anschluss steigen wir in ca. 2-3 Stunden zum Geech-Camp auf. Der Weg führt uns über Moorgebiete und vorbei an Senecien zum Geech Camp, wo wir übernachten. Wer möchte, kann von hier aus noch ein wenig aufsteigen zur Abbruchkante des Plateaus. Das Geech Camp liegt etwa auf 3.600 m.

Tag 9: Geech Camp - Imet Gogo - Inateye - Chennek Camp

Wir starten langsam ansteigend bis wir nach ca. 2 Stunden den Imet Gogo (3.926 m) erreichen, der das Ende des Plateaus markiert. Die letzten Meter müssen wir die Hände zur Hilfe nehmen. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Wer möchte, kann aber bei der Abzweigung auf den Rest der Gruppe warten. Nun geht es noch einmal hinab zum Jinbar-Fluss und dann steil hinauf zum Inateye (4.070m). Kein Gipfel im eigentlichen Sinn, sondern ein höherer Punkt, der die Abbruchkante des zerklüfteten Plateaus markiert. Bei weit- und tiefreichender Aussicht genießen wir unsere wohlverdiente Mittagspause. Im Anschluss folgt der ca. dreistündige Abstieg zum Chennek Camp (3.600 m) meist an der Abbruchkante entlang. Immer wieder bieten sich Ausblicke auf das zerklüftete Plateau und die Weite des äthiopischen Hochlands. Unterwegs begegnen wir mit Glück Klippspringern und Walia-Steinböcken. Relativ sicher treffen wir unterwegs wieder auf die Chelada-Paviane. Die Vögel dieser Gegend zeigen oft atemberaubende Kunststücke an den steilen Felsen; Lämmergeier und Krähen findet man hier ebenso, wie die für diese Region typischen Erzraben und Prachtglanzstare.

Tag 10: Chennek Camp - Bwahit - Debark

Morgens können wir den Bwahit (4.430 m) in ca. 4 Stunden besteigen. Wer möchte, kann auch im Chennek Camp bleiben und zum Beispiel die Paviane beobachten, die Aussicht genießen oder einen kleinen Spaziergang unternehmen. Es besteht auch die Möglichkeit bereits morgens mit einem Bus oder LWK (nicht inkludiert, vor Ort zu bezahlen) nach Debark zu fahren. Nach Rückkehr der Bwahit-Besteiger werden wir ein letztes Mal von unserem Trekkingkoch verköstigt. Anschließend fahren wir nach Debark in unser Hotel. Der restliche Nachmittag steht zur freien Verfügung.

Tag 11: Simien Berge - Axum

Wir haben eine lange Fahrt vor uns. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir Debark, wo wir unser ggf. deponiertes Gepäck einsammeln. Die Weiterfahrt gen Norden ist aussichts- und abwechslungsreich. Wir machen immer wieder Fotostopps. Am späten Nachmittag erreichen wir Axum, das historische Zentrum Äthiopiens, von wo sich im 4. Jahrhundert das Christentum im damaligen Abessinien verbreitet hat.

Tag 12: Axum

Axum war lange Zeit die Hauptstadt der salomonischen Dynastie, deren Herrscher sich auf Menelik zurückführen - laut Legende Sohn König Salomons und der Königin von Saba. Historische Beweise dafür gibt es aber nicht. Genauso wie nicht bewiesen ist, dass hier in Axum die heilige Bundeslade verwahrt wird, was aber für die Äthiopier ausser Frage steht. Vormittags besuchen wir zuerst den berühmten Stelenpark mit seinen gewaltigen, steinernen Stelen, die in Ihrer Größe auch einige ungeklärte Fragen aufweisen. Sie werden vor die erste Hälfte des 4. Jahrhunderts datiert, also vor die Zeit der Christianisierung Äthiopiens. Wir besuchen das nahe gelegene Museum, sowie die neu errichtete Kirche der Heiligen Maria von Zion, die neben der Alten erbaut wurde, die laut Legende schon im 4. Jahrhundert errichtet wurde. Gleich um die Ecke befindet sich die Kirche mit der heiligen Bundeslade, die von niemandem betreten werden darf, außer von einem Priester. Die Männer unter uns dürfen einen Blick in das dahinter befindliche Kloster mit seinen eindrucksvollen Bemalungen werfen. Anschließend fahren wir am Bad von Königin Sheba vorbei zu ihrer Grabkammer. Axum ist eine historische und archäologische Schatzkiste, die ihres Gleichen sucht. Man geht davon aus, dass noch viele Relikte aus der axumitischen und voraxumitischen Zeit im Verborgenen liegen. Am Nachmittag unternehmen wir eine kleine Wanderung zum St. Panthaleon Kloster, von wo wir eine schöne Aussicht über Axum bis hin zu den Bergen von Adua haben. Abends gehen wir in einem landestypischen Restaurant oder im Hotel zum Essen.

Tag 13: Axum - Yeha - Adigrat - Shimbrety

In östlicher Richtung verlassen wir Axum gegen 7:30 Uhr und fahren in die teils bizarr geformte Bergwelt um Adua. Wir machen Halt in Yeha. Äthiopiens erste bekannte Hauptstadt, wo die Hochzivilisation Abessiniens ihren Ursprung hat. Wir besuchen die Ruinen des Mondtempels, der bereits im 5. Jh. v. Chr. erbaut wurde. Die Steine sind ohne Mörtel sorgfältig aufeinander gesetzt. In Yeha wird immer noch gegraben und geforscht. Wenn wir Glück haben, treffen wir deutsche Forscher, die uns Einblicke in ihre Arbeit gewähren. Wir fahren weiter gen Osten. In Adigrat legen wir in der Agoro Lodge eine Mittagspause ein, bevor wir zum Ausgangspunkt unseres Trekkings fahren. In der Lodge können wir Gepäck, das wir während dem bevorstehenden Trekking nicht benötigen, deponieren. Wir treffen unsere Begleitmannschaft und wandern in ca. 1 1/2 Stunden hinauf nach Shimbrety. Aufgrund der begrenzten Zimmeranzahl übernachten wir in Zelten, die bei dem Gästehaus aufgestellt werden.

Tag 14: Shimbrety - Seheta

Wir wandern von Shimbrety hinunter zur Felsenkirche Maryam Butsuhan. Auf dem Weiterweg befindet sich ein eindrucksvoller Tunnel, der erbaut wurde, um den Bewohnern der Nebentäler zu ermöglichen die Felsenkirche besuchen zu können. Wir wandern heute größtenteils in der Hochebene zwischen den Gebirgszügen auf etwa 2.400m. Etwa auf halber Strecke machen wir Mittagspause, wo auch unser Gepäck von den Eseln aus Shimbrety auf die Esel aus Sehata verladen wird. Wir wandern weiter durch die Hochebene und erreichen am Nachmittag Sehata, am Fuße eines großen Tafelberges. Je nach Gruppengröße können neben dem einfachen Gästehaus Zelte aufgestellt werden.

Tag 15: Seheta - Agoro Lodge

Zunächst wandern wir zum Fuße der Felsenkirche St. Giyorgis, welche wir über Leitern, Treppen und Felsen erreichen. Weiter geht es steil hinauf über die erste Klippenstufe zu einer Kirche in einem Olivenhain (2.800m). Hier legen wir unsere Mittagspause ein. Wir steigen weiter hinauf nach Enaf von wo wir über das Agameplateau zum Pass von Sagrien wandern, wo unsere Fahrzeuge auf uns warten. Wir fahren zur Agoro Lodge in Adigrat.

Tag 16: Adigrat - Gheralta - Wukro

Nach dem Frühstück fahren wir in die Gheralta-Berge, die an die monumentalen Berglandschaften im Westen der USA erinnern. Wir wandern zu den Felsenkirchen Daniel und Maryam Korkor. Der Weg führt abwechslungsreich durch enge Schluchten, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind erforderlich. Es eröffnen sich Ausblicke auf die umliegenden Berge und in die weite Ebene. Oben angekommen, besuchen wir zuerst Maryam Korkor, eine Felsenkirche mit drei ungleichen Schiffen und Wandmalereien. Zur kleinen Felsenkirche, die einst einem Priester als Behausung diente, gehen wir wenige Schritte auf einem Felsvorsprung. Mittags machen wir ein Picknick bei einem alten Bergahornbaum bevor wir zu unserer Unterkunft in Wukro fahren. Auf dem Weg können wir die alte und bedeutsame Felsenkirche Abreha Atsbeha besichtigen.

Tag 17: Wukro - Ahmed Ela

Wir fahren hinunter in die Danakil-Senke. Über 2.000 Höhenmeter geht es abwärts. Je tiefer wir kommen, desto höher steigt das Außenthermometer. Schließlich in der Senke angekommen, beeindruckt diese unwirtliche Gegend. Dass hier Menschen leben, scheint unvorstellbar. Die Siedlung Ahmed Ela liegt etwa 90 Meter unter dem Meeresspiegel. Abends, wenn die Sonne untergeht, ziehen hier oft endlos scheinende Kamelkarawanen, beladen mit dem Salz aus der Danakil-Senke vorbei. In 17 Tagen erreichen sie das Hochland, wo die nomadisch lebenden Afar das Salz verkaufen. Wir übernachten unter freiem Himmel. Auch nachts liegen die Temperaturen oft noch über 30° C.

Tag 18: Ahmed Ela - Dallol - Abala

Von Ahmed Ela fahren wir eine kurze Strecke dorthin, wo das Salz abgebaut wird. Wir erhalten einen Einblick in das harte Leben der Afar. Über die weiten Salzpfannen fahren wir zu dem einzigartigen Säurevulkan Dallol. Ca. 50 Meter unter dem Meeresspiegel dehnt sich in der Danakil-Senke eines der eigenartigsten Geothermalgebiete der Erde aus. Die letzte Explosion des Dallol fand 1926 statt und formte einen 30 m weiten Krater, seitdem beschränkt sich die Aktivität auf eine große Anzahl von heißen Schwefel- und Salzwasserquellen. Heißes Grundwasser löst beim Aufsteigen durch die 1.000 m dicken Salz- und Anhydrit-Schichten Mineralien auf, die an der Oberfläche wieder abgelagert werden. Dabei bilden sich bizarre und zugleich farbenfrohe Formen in Gelb- und Rottönen, welche unwirklich erscheinen und auf der Erde einmalig sind. Säurehaltige, heiße Quellen blubbern und sprudeln, die Luft ist ebenso sauer und es riecht nach Schwefel. Das Wort Dallol bedeutet in der Afar-Sprache Auflösung. Wir erkunden die außergewöhnliche Landschaft, bevor wir auf kurzem Weg wieder absteigen. Wir fahren nach Abala, das auf ca. 1.500 m liegt. Die frische Luft ist eine willkommene Abwechslung zur Hitze in der Danakil-Depression. Unterwegs halten wir zum Mittagessen in Bir Haile.

Tag 19: Abala - Erta Ale

Wir fahren nach Kursowat, ein Dorf der Afar, wo unser lokaler Guide die Kamele für die Erta Ale-Besteigung organisiert. Während der Verhandlungen können wir uns im Dorf etwas umschauen. Nachdem die Verhandlungen beendet sind, fahren wir die restlichen mühseligen 40 km zum Fuß des Erta Ale. Die Strecke führt holprig über ein ausgetrocknetes Lavafeld. Am späten Nachmittag kommen wir am Ausgangsort der Bergbesteigung an, auch die bestellten Kamele treffen ein und werden mit dem Nötigsten beladen. Wenn es langsam dämmrig wird, beginnen wir die Vulkanbesteigung. Früher macht es keinen Sinn, da es einfach zu heiß ist. Es geht querfeldein über Geröll, Sand und Schotter. Die zu bewältigende Strecke beträgt knapp 12 km. Schließlich erreichen wir den Kraterrand auf 613 m Höhe und steigen noch ca. 50 m ab. Der Erta Ale ist ein flacher Schildvulkan, der überwiegend aus basaltischer Lava besteht. In einem Krater in seiner Caldera, und das gilt als geologische Besonderheit, köchelt ein 800 qm großer permanenter Lavasee, der weder erstarrt noch überläuft. Wir verbringen die Nacht am Kraterrand unter freiem Himmel. Je nach Aktivität des Erta Ale können wir beobachten, wie aus Rissen in der Basaltkruste die Glut hervorlodert, flammend rote Lavafontänen den Gesteinsbrei durchbrechen und teilweise mehr als 10 m emporschießen. Bei erhöhter Aktivität, wie sie seit 2017 zu verzeichnen ist, kann der Krater allerdings stark verraucht sein, so dass wir die Lava nur erahnen können. Wir übernachten am Kraterrand unter freiem Himmel und einfachsten Bedingungen.

Tag 20: Erta Ale - Lake Afdera - Mekele

Wir stehen sehr früh auf und gehen nochmal hinunter zum Krater. Gegebenenfalls ist die Sicht nun anders als am Abend zuvor. Die Szenerie hier oben am sogenannten "Rauchenden Berg" ist einmalig, wenn es allmählich hell wird. Wir steigen mit unseren Begleitern und den Kamelen ab und spüren die wärmer werdende Sonne. Nach einem Frühstück im Base Camp fahren wir zum Salzsee Lake Afdera. Hier können wir baden und anschließend in den heißen Thermalquellen liegen, die einen weniger hohen Salzgehalt aufweisen. Nach dem Mittagessen fahren wir wieder hinauf ins Hochland nach Mekele, wo wir übernachten.

Tag 21: Mekele - Addis Abeba und Heimreise

Heute können wir die Reise in Mekele ausklingen lassen, die Stadt besichtigen und ggf. Souvenirs kaufen. Mittags treffen wir uns zu unserem Abschiedsessen. Je nach Flugzeit des Inlandfluges nach Addis Abeba kann sich das Programm heute etwas verschieben und wir haben anstatt in Mekele noch Zeit in Addis Abeba. Abends werden wir zum Flughafen gebracht und treten unsere Heimreise an.

Tag 22: Ankunft in Deutschland

Morgens Ankunft in Frankfurt.

Ausrüstungsliste

  • Reisepass mit Kopie
  • Impfpass
  • Flugübersicht mit Buchungsnummer
  • Bahnticket
  • Bargeld
  • Kreditkarte
  • Hauser-Reiseunterlagen, Heftchen „Meine Reise“
  • Sandalen (Überlandfahrten, Unterkunft, Duschen, etc.)
  • Sportschuhe
  • Trekkingschuhe Kategorie A/B (siehe Information Wanderschuhe)
  • Socken + Ersatz
  • Trekkingsocken + Ersatz
  • lange Hose
  • Trekkinghose
  • bequeme Freizeithose
  • T Shirts
  • Kurzarmhemden oder -blusen
  • Langarmhemden oder -blusen
  • Wärmeschicht (leichte Daunenjacke oder Primaloft)
  • wind- und wasserdichte Jacke (ideal: atmungsaktiv)
  • Unterwäsche + Ersatz
  • kurze Funktionsunterwäsche
  • lange Funktionsunterwäsche
  • Halstuch / Schal / Buff als Staub- und/oder Kälteschutz
  • Schlafbekleidung
  • Handtuch
  • dünne Mütze
  • Sonnenschutz für den Kopf
  • dünne Fingerhandschuhe
  • Sonnenbrille
  • Tages- und Wanderrucksack ca. 25 l
  • Regenhülle für Rucksack
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • Hauser Reisetasche oder anderes flexibles Gepäckstück (inkl. kleinem Schloss)
  • Innenschlafsack Fleece
  • Schlafsack bis – 5° im Komfortbereich
  • Schlafmatte (Therm-a-Rest selbstaufblasbar)
  • Sonnencreme
  • Lippenbalsam
  • Kulturbeutel
  • Waschsachen / Hygiene-Artikel
  • Oropax
  • Reisewecker
  • persönliche Fotoausrüstung mit genügend Akkus und Speicherkarten, eventuell mit Blitz, Stativ
  • Taschentücher, Feuchttücher
  • Toilettenpapier im Rucksack für unterwegs
  • Feuerzeug
  • Taschenmesser
  • Schreibzeug
  • wasserdichter Packsack für Dokumente
  • wasserfester Packsack (zur Übersicht im Reisegepäck)
  • Plastik- oder Nylonbeutel für Schmutzwäsche
  • Trinkflasche oder Trinksystem mindestens 1,5 Liter
  • Fernglas
  • Ersatzbrille in stoßfestem Etui für Brillenträger
  • Insektenschutzmittel für Haut und evtl. für Bekleidung
  • Multifunktionsstecker für landestypische Steckdosen
  • Waschmittel (biologisch abbaubar)
  • Erste Hilfe Set (inkl. Blasenpflaster, Tape, Desinfektion)
  • kleine Reiseapotheke
  • wichtige persönliche Medikamente (Handgepäck!)
  • Handy mit Ladekabel
  • Elektrolytgetränke
Zeitraum (Tage) Preis Reiseanfrage
17.10.2020 – 07.11.2020 (22) 4.375,- EUR Reiseanfrage
07.11.2020 – 28.11.2020 (22) 4.375,- EUR Reiseanfrage
19.12.2020 – 09.01.2021 (22) 4.575,- EUR Reiseanfrage
30.01.2021 – 20.02.2021 (22) 4.325,- EUR Reiseanfrage
Ihr Ansprechpartner: (0341) 21 58 70

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