Namibia - Erongo
Diese Reise verlangt Ihnen keine Wanderrekorde ab, doch manche Orte und Momente wollen zu Fuß entdeckt werden: die einzigartige Landschaft der Otavi-Berge, die spektakulären Felsformationen der Fransfontein-Berge und das vulkanische Erongo-Gebirge, wo seit Millionen Jahren der Bitterbusch gedeiht. Nur bei der Safari durch den Etosha-Nationalpark bleiben Sie besser sitzen. In Swakopmund dagegen locken frische Meeresluft und endlose Strände zu einem entspannten Spaziergang.
Höhepunkte
- 3 Safaris im Etosha-Nationalpark
- 6 leichte Wanderungen
- Unter den Sternen schlafen im Namib Dune Star Camp
- Buschwanderung mit den San im Erongo
- Küstenstädtchen Swakopmund
2 Nächte am Sossusvlei
Reiseverlauf
Kaum dass die Sonne in Frankfurt untergegangen ist, geht es nur noch darum, sich in den Flugzeugsitz zu kuscheln und ein bisschen zu träumen. Wenn dann die Sonne in Windhoek aufgeht, ist der Traum auch schon wahr geworden. Genussvoller lässt sich eine Reise kaum beginnen. Und Genuss bleibt neben allen Abenteuern, die du zu bestehen hast, auch das Leitmotiv. Eine lebensechte Farm, das Ouhave Country Home, empfängt dich auf namibisch-herzliche Art. Seit drei Generationen pressen sie dem staubigen Boden mit Rinderzucht und dem Abbau von Holzkohle ein auskömmliches Leben ab. Und dennoch: Wenn Hans Sohrada über seine Farm führt, spürt man sein Glück. Über die Freiheit, die fehlende Hektik, die Natur, die Ruhe und den Sternenhimmel. Vom Pool sagt er nichts, aber der ist ja auch für dich.
Das Farbentheater der Otavi-Berge begleitet uns in den Norden, und manchmal scheint es, als wären wir die Ersten, die hier vorbeikommen. Täuscht aber, weil sich Giraffen, Elands, Spießböcke und Antilopen längst am Wasserloch der Ohange Lodge verabredet haben. Das würdest du auch tun, wenn es nur um frisches Wasser ginge. Wir aber sind heute die privilegierte Spezies im botanischen Refugium der Lodge, in strohgedeckten Natursteinbungalows mit eigener Terrasse und Pool, von dem du die Otavi-Berge fest im Blick hast. Nach zwei entspannten Tagen zwischen Wildpark-Safaris und seelenpflegendem Lassfahridahin – ein Dinnerplatz mit orangenem Sand unten und Leuchtesternen oben ist auch dabei – weißt du ganz genau, warum »Ohange« so viel wie Frieden bedeutet.
22.000 Quadratkilometer sind etwas viel zum Laufen, und im Zweifelsfall ist der Leopard auch schneller als du. Also sei dankbar, dass für unsere Abenteuer im Etosha-Nationalpark der Safaribus bereitsteht. Eine unübersehbare Masse an Tieren in freier Wildbahn, von Giraffen bis Geparden, von Nashörnern bis Antilopen, von Gnus bis Kudus, Löwen, Leoparden und dann die zweite Garnitur der Schöpfung, das Damara-Dikdik, Zwergmangusten, Buschhasen, die Kleinfleck-Ginsterkatze, Kronenducker, Honigdachse und, und, und, ergeben zusammen mehr als 100 Säugetier- und 340 Vogelarten. Reicht das oder darf es noch etwas mehr sein? Für den Fall spiegelt dir die Etosha-Salzpfanne gern einige Figuren vor, die es in Wirklichkeit nicht gibt.
Eine Safari geht noch zu den Frühaufstehern im Etosha-Park, dann hast du ganz nebenbei genug Staub gesehen für ein reinigendes Intermezzo im Pool der Sophienhof Lodge. Auftauchen und die atemberaubende Landschaft der Fransfontein-Berge vor sich ist eins. Aber zwischen Lodge und Horizont wechseln Giraffen, Leoparden, Impalas und Weißschwanzgnus ihr Revier, und was spricht schon dagegen, sich für eine Wildbeobachtungsfahrt noch einmal aufzurappeln? Gegen Belohnung, versteht sich. Wie soll man solch einen Sonnenuntergang sonst nennen?
Das vulkanische Erongo-Gebirge macht seit 60 Millionen Jahren keinen Mucks mehr. Es steht uns glücklicherweise im Weg zu einem Hort wunderbarer Abgeschiedenheit: Omandumba, der »Platz, wo der Bitterbusch wächst«. Wie fast überall in Namibia geht das Ackerland von Omandumba auf die Zeit zurück, als ein Hektar Grund und Boden für 50 Pfennige verscherbelt wurde. Und oft kam erst nach dem Kauf die Überraschung, was noch alles im Preis enthalten war. Für deine Gastgeber Harald und Deike Rust waren das die prähistorischen Felszeichnungen auf dem 5.000 Hektar großen Gelände. Die Nachfahren der Kunstschaffenden nehmen dich im Erongo, dem heutigen Gebiet der San, zu einer Wanderung durch die Geschichte an die Hand. Ein Grundkurs in der Kunst der Jagd mit vergifteten Pfeilen inklusive.
Dann aber der Szenenwechsel in eines der sichtbarsten Erbstücke deutscher Besatzung: Swakopmund. Die Swakopmund Luxury Suites liegen nur einen Katzensprung vom Atlantik entfernt, und ein Spaziergang in den Sonnenuntergang wäre nicht der schlechteste erste Eindruck. Der zweite ist noch besser. Swakopmund ist eine Mixtur vom Allerfeinsten, von der Rheinischen Missionskirche, der Kristallgalerie, dem Hohenzollernhaus über das alte Amtsgericht und das ehemalige Franziskaner-Krankenhaus bis zur Landungsbrücke, auf der nun ein Restaurant steht. Gehe einfach der Nase nach, du kannst die Zeugen der Vergangenheit gar nicht verfehlen. Aber man muss die Reminiszenzen nicht übertreiben. Eine optionale Dünenrallye im Wüstengürtel zwischen Swakopmund und Walvis Bay, wahlweise eine Katamaranfahrt in die Lagune von Walvis Bay oder ein Rundflug über die Namib-Wüste belegen, dass es auch mal ohne Wandern geht.
Der Kuiseb ist zwar 560 Kilometer lang, aber Wasser führt er nur selten. Und wenn, dann spült er gewaltige Mengen Sand ins Meer. Danach sind die Schluchten des Kuiseb-Canyons wieder ein bisschen tiefer und spektakulärer. Hier liegt auch die berühmte Henno-Martin-Höhle, in der sich zwei Geologen während des Zweiten Weltkrieges versteckt hielten. Das ausgetrocknete Flussbett des Kuiseb bildet eine präzise Trennlinie zu den rot leuchtenden Dünen der Namib. Da müssen wir rüber, um zu einem der behaglichsten Flecken Namibias zu kommen, der heute dein Zuhause sein wird, die Elegant Desert Lodge. Eine Symbiose aus traditioneller Farmkultur und beglückender Gastfreundschaft.
Kurz nachdem wir in der Elegant Desert Lodge ausgeträumt haben, stehen wir schon in den gigantischen Dünen des Sossusvlei. Namib Sand Sea – das Dünenmeer – heißt die älteste Wüste der Welt, die mittlerweile UNESCO-Weltnaturerbe ist. Die einzigartige Lichtstimmung am frühen Morgen wirkt wie ein Zugpferd und begleitet dich durch ein außerirdisches Farbenmeer, entlang 500 Jahre alter abgestorbener Akazien im Dead Vlei zu den kühn geschwungenen Dünenkämmen. Ein 350 Meter hoher Sandhaufen, das ist der Gipfel. Und wenn du entschieden hast, doch nicht oben zu bleiben, macht das Runterrennen doppelt Spaß. Zumal am Abend über dem Namib Dune Star Camp der Himmel sich nach angeberischer Farbenpracht verdunkelt, um sich von unzähligen Diamanten erleuchten zu lassen. Erleuchtet dich gleich mit, weil du im rausgerollten Bett staunend dabei zusiehst.
Finale wie bei einem Feuerwerk. Durch anmutige Landschaften nach Rehoboth, wo die Baster als Volksgruppe allen Widerständen und Besatzern trotzend ihre Traditionen erhalten haben. In Serpentinen durch die Auas-Berge, die eigentlich gar nicht weh tun und höher sind als alles andere in Namibia. Das historische Windhoek lässt es dann noch einmal auf ganz herkömmliche Art krachen. Christuskirche und Tintenpalast mit Parlamentsgärten gehören dazu und erst recht der Besuch im Namibia Craft Centre, wo du für die bemitleidungswürdigen Daheimgebliebenen die Kultur des Landes in einem Erinnerungsstück findest. Dann ist das Bukett der letzten Erlebnisrakete erloschen, denn der Tower am Flughafen gehört nicht mehr dazu. Am späten Abend geht es los, und wenn du diesmal die Augen öffnest, ist es die Sonne in Frankfurt. Wenn du Glück hast.
17 Tage | Chamäleon Erlebnisreise
Leistungen
- Erlebnisreise mit höchstens 12 Gästen
- Garantierte Durchführung aller Termine
- Rail&Fly in der 1. Klasse der DB zum Flughafen und zurück
(https://www.bahnanreise.de/geltungsbereich) - Linienflug mit Discover Airlines nach Windhoek und zurück (Buchungsklasse L)
- Transfers im Reiseland
- Reiseminibus / Safaribus mit Klimaanlage
- Deutsch sprechende einheimische Reiseleitung
- 14 Übernachtungen auf Gästefarmen, in Lodges, in einem Gästehaus und in einem komfortablen Holz-Chalet in der Namib-Wüste
- Täglich Frühstück, 3 x Mittagessen, 12 x Abendessen
- 3 Safaris im Etosha-Nationalpark
- 2 Safaris im offenen Geländewagen: im Wildpark der Ohange Lodge und im Wildpark der Sophienhof Lodge
- 1 Safari zu Fuß durch den afrikanischen Busch der Ohange Lodge
- 6 leichte Wanderungen mit geringen Höhenunterschieden
- 1 Buschwanderung mit den San im Erongo-Gebirge
- Besuch im Landwirtschaftsprojekt Better World
- Nationalparkgebühren und Eintrittsgelder
- Kauf und Schutz von 110 m² Regenwald in deinem Namen
Termine
05.02.–21.02.2027
05.03.–21.03.2027
02.04.–18.04.2027
21.05.–06.06.2027
02.07.–18.07.2027
06.08.–22.08.2027
03.09.–19.09.2027
01.10.–17.10.2027
05.11.–21.11.2027
und viele weitere!
Preise
ab 4499 € p.P.
- Einzelzimmerzuschlag: 400 EUR
- Zubringerflüge nach/von Frankfurt: ab 200 €
10% Einkaufsbonus im tapir - gilt bis zur Abreise auf alle nicht reduzierte Artikel
Teilnehmerzahl
max. 12 Gäste